Samstag, Dezember 04, 2010

Ein Arbeitstag im Dezember

Gestern war ich mal wieder arbeiten. Feierabend war heute Mittag und es war doch recht geschäftig weil, abgesehen von der Nacht, immer etwas zu tun war. Am Morgen hatte ich einen tschechischen Gastspieler zum Bahnhof gebracht, da er wieder die Heimreise antrat. Die Bahnverbindung hatte ich ihm rausgesucht und so musste am Automaten nur noch das entsprechende Ticket gekauft werden. Gut 10 Minuten vor Abfahrt waren wir am Ticketautomaten und stellten fest, dass dieser keine 100 Euro-Scheine annimmt. Also musste man auf die kleinen Scheine zurückgreifen, glücklicherweise hatte er noch genug dabei. Das nächste Problem war nun, dass der Automat ein wenig schlechte Laune hatte und auch die kleinen Scheine nicht annehmen wollte. Der Versucht, den Automaten mit Geld zu füttern, nahm dann einige Zeit in Anspruch, irgendwann war aber der Punkt gekommen, an dem er seine Gegenwehr aufgab und die Scheine nicht mehr ausspuckte.
Die Schranke hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits abgesenkt und eine Unterführung gibt es nicht. Da ich dem Jungen seine siebenstündige Heimfahrt nicht unnötig verlängern wollte, hat man das Problem unkonventionell gelöst. Ein wenig Hilfe hat er gebraucht, da er mit seiner Reisetasche verständlicherweise weniger agil war als es darum ging, über das Geländer zu steigen.
Auf dem richtigen Bahnsteig angekommen, fuhr bald auch der Zug ein und ich konnte den Jungen einsteigen lassen. Er bedankte sich artig und sagte noch, dass hier in Deutschland alle so freundlich seien gegenüber Fremden, denn im Vergleich gesehen wäre das bei seinen Landsleuten ganz anders. Sowas hört man doch gerne.
Einer der Vereinsspieler stieg zu meiner Überraschung auch aus dem eingefahrenen Zug aus und so musste ich den Weg zurück wenigstens nicht alleine antreten.

Kommentare:

  1. ..."Unterführung" auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Mit diesem Automaten hatte ich auch schon meinen Schaff:
    -Sonneneinstrahlung
    -Berührung ging nicht
    -keine Geldannahme
    Gruß R.

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  2. Werde bei Gelegenheit mal nach der Unterführung Ausschau halten. In der Eile war das damals nicht mehr möglich und ich musste die "Überführung" nehmen.

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