Montag, Oktober 31, 2011

Was Gutes tun!

Man soll sich ja ab und an was Gutes tun. Bei mir war genau das absolut überfällig und so entschied ich mich heute, mich beim Arzt gegen Grippe impfen zu lassen.
"Wer ist Ihr Hausarzt?", fragte die Empfangsdame, die einem selbigen gleich recht unattraktiv gestaltete. "Frau X in Y", antwortete ich. "Und was führt Sie da zu uns?" "Ich wohne hier..."

Eigentlich wollte ich Grippe und Hepatitis gemeinsam impfen lassen, da letzteres aufgefrischt werden sollte. Aber wie das immer so ist - für Hepatitis muss ich am Freitag nochmal kommen. Immerhin habe ich die Sache so gedreht, dass ich jetzt eine Kombi-Impfung für Hepatitis A+B bekomme. Ha!
Naja, zurück zum Thema. Ich saß nun also im Wartezimmer, wurde dann ins Behandlungszimemr gesetzt, wo ich abermals so gut 20 Minuten warten musste. Plötzlich kam der Arzt rein und erzählte mir irgendwas über seine Erfahrungen mit Patienten und deren Angehörigen. Aha. Ich wollte doch nur die Impfung haben! Letztlich hat er dann noch gut 5 Minuten monologisiert, gefragt wo ich arbeite und danach wieder verschwunden.
Wenig später kam ich ins Labor - bzw. in die Umkleidekabine, in der auch eine Liege stand. Und da kam es, das Objekt meiner Begierde: Die scharfe Sprechstundenhilfe! Ist euch auch aufgefallen, dass es in jeder guten Arztpraxis genau eine gutaussehende Sprechstundenhilfe gibt? Just diesen Jackpot hatte ich somit geknackt. Sie kam rein, erfüllte den Raum mit ihrem Lächeln, fragte noch kurz nach ob die Impfung in den Impfpass eingetragen werden solle und *krrrrrrr* da war sie schon wieder weg weil ein anderer Patient wohl gerade gestürzt war. So wartete ich 10 Minuten und hatte, wie sich herausstellte, die Arschkarte gezogen.
Denn die Spritze bekam ich jetzt von der Dicken mit den Zottelhaaren. Pff.

Samstag, Oktober 29, 2011

Schein vs. Sein



Also ich meine ja, dass die nicht bei der Patenkompanie waren...


Freitag, Oktober 28, 2011

Timeout

Zeit zum Durchatmen. Letzter Schultag und damit folglich Ferien. Gott sei Dank, schließlich war es stellenweise sehr, sehr stressig. Was man sicherlich auch an den (nicht vorhandenen) Blogbeiträgen ablesen kann.
Was gibt's Neues?
Nun, zunächst einmal ist wohl zu sagen, dass ich mittlerweile eine Zusatzausbildung für Deutsch als Fremdsprache absolviere. Damit dürfte es im Lehrerberuf dann etwas diverser zugehen und die gesamte Welt steht mir offen. Harrr!
Davon abgesehen kämpfe ich mich durch den Schulalltag und führe dabei Fehdehandschuh und Schwert mit zumeist sicherer Hand. Bislang bin ich bis auf eine Ausnahme mit allen Klassen im Zeitplan oder liege ihm leicht voraus. Recht praktisch, zumal nach den Ferien wieder einige Klassen für ein paar Stunden weg sein werden. Unter anderem auch meine Kursstufe, die ihr Sozialpraktikum oder, neudeutsch, "Compassion" durchführt. Mein Unterricht fällt in der Klasse dann für 2 Wochen aus - blöd nur, dass sich dadurch nur Freistunden und kein späterer Schulbeginn oder früheres Schultagsende ergibt. Hmpf. Stattdessen darf ich noch 2 Schüler bei ihrem Praktikum besuchen. Aber was soll's.
Am Montag hatte ich meinen 3. Unterrichtsbesuch in GK. Die Klasse, die oben schon angesprochene Ausnahme, fand aber offenbar Gefallen daran, mich auflaufen zu lassen und zerlegte mir somit mit sinnfreien Fragen und Zeitschinderei das letzte Drittel der Stunde. Als Konsequenz gab's am Mittwoch eine Ansage sowie einen unangekündigten Test. Mucksmäuschenstill war's dann auf einmal und die Klasse wohl schwer ge- und betroffen. Aber das hielt nicht zu lange an - schon 2 Schulstunden später nahmen sie die Unterrichtsbesuchsstunde der anderen Referendarin auseinander.
Ich weiß jetzt nicht was letztlich der Auslöser war, aber zu meiner Überraschung hat sich besagte Klasse heute bei mir entschuldigt und darum gebeten, dass wir wieder normalen Unterricht machen. Diesen hatte ich nämlich verweigert, mich ans Pult gesetzt und die Schüler sich die Sachen zur Strafe selbst erarbeiten lassen. Schließlich arbeite ich die Sachen nicht stundenlang zu Hause aus, um dann bei der Durchführung Stunde um Stunde boykottiert zu werden. Jetzt bin ich mal gespannt, wie die Klasse sich nach den Ferien geben wird. Bisherige Zwischenstand vorerst 1:0 für mich.

2 Klausuren wurden am Dienstag geschrieben. Dann werden die Ferien auch nicht langweilig. Aber eine habe ich schon wieder zurückgegeben. Schnitt: 1,88.

Morgen geht's wieder arbeiten und dann fordert die Schule auch wieder in den Ferien ihren Tribut. Aber immerhin kann ich zu Hause bleiben.

Mittwoch, Oktober 19, 2011

Elternabend

Gestern und heute hatte ich Elternabend. Mein Credo: Die Eltern in Grund und Boden reden. Fazit: Wirkt.

Dienstag, Oktober 18, 2011

Das Manko defekter Automaten

Kürzlich war ich mal wieder arbeiten bei meinem Wochenendjob. Da ich nunmehr nur noch eine Monatskarte für den KVV, nicht mehr aber für den VRN besitze, muss ich daher jedes Mal für Hin- und Rückfahrt ein Ticket lösen. Formidabel, wenn da der Tickentautomat am Bahnhof defekt ist. Also rein in den Zug und mal nach hinten durchgelaufen um zu schauen, ob da ein Automat im Zug steht. Das tun sie nämlich manchmal, keineswegs jedoch immer. Daher sei hier Vorsicht geboten. Gleich beim Einstig ganz vorne im Zug fielen mir zwei obsolete Damen auf, die verdächtig dreinblickten.
Umso mehr empfiehlt sich der Weg zum Automaten!
Wenn nun aber das Ticket plötzlich nicht 2,85€ (wie normalerweise am Bahnhof), sondern 6,70€ kostet, dann überlegt man sich den Kauf nochmals. Meine Hoffnung, dass die beiden Damen sich im nächstgrößeren Bahnhof verabschieden würden, wurden zerstreut nachdem sie fast unerhört perfekt und von Weitem sichtbar den Gang entlangpolterten. Das änderte meine Meinung und just als das Kärtchen aus dem Automätchen fiel, stand die Dame bei mir, um die Karte zu entwerten. Auch wenn ich nun von der Bahn (einmal mehr) abgezockt wurde: 33,30€ habe ich durch die Investition gespart.

Donnerstag, Oktober 13, 2011

Eine Bahnfahrt...

Tagesfazit nach rund 7 Stunden Seminar:

4 Bahnfahrten, 4x kontrolliert worden. WTF?

Vom Seminar selbst gibt's nichts zu berichten. Welch Überraschung.

o/

Auf geht's ins Seminar - Lebenszeit verschwenden.

Dienstag, Oktober 11, 2011

Nordisch vs. Fußball

Während gestern noch meine Seminarleiterin meinte, ich spräche mit nordischem Akzent (wtf?), habe ich heute ein paar Autogramme aus dem Süden bekommen. Wuhu! Und da wir gerade bei Fußball sind, wir jetzt auch Fußball geschaut.












Montag, Oktober 10, 2011

Mein erstes Mal

Heute hatte ich mein erstes Mal beim Laminieren. Leider war der Kopierraum, in dem auch der Laminator steht, gut gefüllt mit Lehrerkollegen, sodass ich mich der Blamage ganz und gar aussetzen konnte. Nachdem ich die Folien gefunden hatte, schaute ich mir das Gerät an und rätselte, wie das wohl funktionieren würde. Aber, Abbildungen sei Dank, machte ich mich recht schnell ein Bild von der Sache und laminierte los - mit Erfolg. Im Nachhinein muss ich sagen: Einfacher geht's nicht. Welch schönes Gefühl.
Im Unterricht später gab es ein weiteres erstes Mal für mich. Denn nie zuvor hatte ich Strafarbeiten verteilt. Heute dafür gleich zwei in einer Stunde. Für Schwätzen und Unterrichtsstörung. Jetzt dürfen sich die zwei jeweils mit der Entstehungsgeschichte der SPD und CDU auseinandersetzen und das Ergebnis der Klasse präsentieren. Prädikat: Pädagogisch wertvoll.

Sonntag, Oktober 09, 2011

Die Verwandlung

Zurück vom Lehrerausflug. Zunächst wurde bis zur 4. Stunde Unterricht gehalten, danach konnten die Schüler nach Hause gehen und die Lehrer konzentrierten sich völlig auf den Lehrerausflug, der uns in diesem Jahr Richtung Rust führen sollte.
Bei der Überfahrt über den Parkplatz des Europa-Parks wurde leider nicht gestoppt, sondern es ging stattdessen ein wenig weiter hinaus aufs Feld. Dort angekommen, warteten bereits die Boote auf uns und die Fahrt konnte losgehen. Bis zu 9 Mann schipperten somit los und ich kam in das Boot, in dem auch unser Schwergewicht des Lehrerzimmers Platz nahm. Dementsprechend hat der Rest der Passagiere unauffällig für einen Gewichtsausgleich gesorgt um ein Kentern ob der Schlagseite zu vermeiden. Der Stocherkahn, angetrieben durch einen professionellen Stocherer, schipperte alsbald lautlos durch die Tauberwiesen und alten Rheinarme. Unser Kapitän erzählte allerhand über die Region, die Flüße und die dortige Fischerei. Ab und an war sogar auch eine interessante Information dabei. Nach gut 2 Stunden war die Fahrt zu Ende und unser Käpt'n legte Kippe und Bierflasche aus der Hand um das Schiff an Land zu legen. So sammelte sich das Kollegium wieder, unter dem es bei einer Lehrerin eine kleine Verletzung durch einen beißenden Schwan gegeben hatte. Weiter ging es zu Fuß zurück zu unserem Bus, der uns in Ettenheim absetzte, wo 3 Cafés gestürmt wurden. Angemeldet waren wir, aber zumindest bei den 2 Senioren in unserem Seniorencafé gab es wegen der großen Zahl an Gästen ein wenig Verwunderung. Wer kommt sonst auch nach Ettenheim?
Nach dem Kaffee und einem eher mäßigen Stück Kuchen ging es gegen 18 Uhr zurück zum Bus und somit uach zurück gen Heimat. Am Schulort angekommen, folgte der letzte Teil des Ausfluges: Abendessen im Restaurant. Dort unterhielt man sich bis 22 Uhr, dann machte ich mich auf den Heimweg, denn, von der 1. Unterrichtsstunde ausgehend, war es doch ein sehr langer Tag. Geregnet hatte es auch, aber ich hatte vorsorglich mein schickes knallgelbes Regencape eingepackt, dass ich von Klett bei der Didacta geschenkt bekam.
Heuer bzw. seit Samstag bin ich nun wieder bei der Arbeit im Internat. Ein wenig Unterricht habe ich geplant, somit wiegt der Zeitverlust nicht ganz so schwer. Nur das Schlafen klappte nicht so wie ursprünglich vorgesehen. Trotz Fliegengitter musste ich, kurz nachdem ich meinen Kopf ablegte, feststellen, dass eine Schnake im Anflug ist. Also: Licht an, Suchen, Töten. Gesagt, getan. Erfreut darüber, dass ich als Mensch wieder einmal einen Sieg gegenüber einem anderen Lebewesen errungen hatte, ging es dann zurück zur Ruhestätte (auch wenn das in dieser Formulierung wie ein Grab klingt). Kurz vorm Einschlafen (was die Sache der Formulierung nun nicht gerade besser macht): Ssssssss. Hmpf. Gleiches Spiel wie zuvor: Batsch. Ruhe. Aber, wie ich feststellen musste, mich hatte das Vieh bereits erwischt: Handrücken. Irgendwann später juckte es auch am Schienbein. Kratzen förderte zufälligerweise eine weitere Schnake zu Tage. Nachdem die Zahl der Verluste bei der Schnakenpopulation bei 3 angekommen war, hoffte ich auf Ruhe. Die kam dann auch und ich schlummerte friedlich dahin, um später erneut von einem Sssssss geweckt zu werden. Die Suche blieb erfolglos, und so bedurfte es eines weiteren Anflugmanövers des Tierchens um nach einiger Zeit gefunden und erledigt zu werden. Eine eingehende Analyse zeigte auf dem ersten Blick: Das Vieh hatte Blut geleckt. Mein Blut.
In der Zwischenzeit sah ich ob der Pusteln ordentlich zerstört aus und fühlte mich an Kafkas "Die Verwandlung" erinnert. Vielleicht lag es aber auch mit daran, dass ich so alle 30-60 Minuten wieder aufwachte, das Licht anschalten und Schnaken jagen musste. Ein nur wenig erholsamer Schlaf. Aber was will man machen. Jetzt hoffe ich nur, dass sich diese Beweise meines Einsatzes im Krieg Mensch gegen Schnaken bald verschwunden sind. Immerhin kam ich in dieser Nacht nicht an den Nachtdienstrekord von 32 Schnaken in einer Nacht heran, den ich im Sommer unerfreulicherweise aufstellen durfte.

Donnerstag, Oktober 06, 2011

Zum morgigen Tage

Morgen Lehrerausflug. Stocherkahnfahrt. Findet auch bei schlechtem Wetter statt. Vorhersage: Regen. Hmpf. Dabei gab es gestern einen kleinen gesundheitlichen Rückschlag. Aber ich fahr ja gerne im strömenden Regen im Bötchen gefangen mit Lehrern durch die Rheinauen. Immerhin geht's im Anschluss ins Restaurant zum Essen. Auf eigene Kasse, versteht sich. Hmpf. Und bald darf ich schon wieder aufstehen. 6:50, um genau zu sein. Dann Unterricht bis nach der 4. Stunde, anschließend kommt der Bus, der uns zu den Bötchen fahren wird. Geplantes Ende des Ausflugs: ca. 22 Uhr. Freizeit wird auch echt überbewertet.

Mittwoch, Oktober 05, 2011

[d-pa] feiert...

... juhu - es ist Weltlehrertag!
Was das genau ist, weiß ich nicht. Prinzipiell bräuchte ich diesen Tag auch nicht, aber in meiner jetztigen Position finde ich es einfach mal unvoreingenommen gut. Immerhin gibt es auch einen Artikel bei Wikipedia:


Der Weltlehrertag wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen, im Gedenken an die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“, die 1964 von der UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation angenommen wurde.

Das hilft mir jetzt zwar nicht sonderlich weiter, aber sei's drum.
Der Weltlehrertag 2011 steht übrigens unter dem Motto 'Lehrer für Gleichberechtigung'.Was auch immer das nun heißen mag...

Dienstag, Oktober 04, 2011

Vergängliche Jugend

Über das Wochenende war ich krank. Erkältung. Super. So viel zum langen Wochenende. Nichtsdestotrotz ging es mir am Montag wieder besser und daher ging ich abends zu Ms.Colombo. Die wohnt ja auch hier im Ort, daher war das kein Problem. Und es passte ihr ganz gut rein, denn sie hatte ein PC-Problem, dessen Lösung sie dann in mir sah - schließlich bin ich ja als Webdesigner entsprechend qualifiziert (hust). Ein wenig geraten habe ich schon, aber ich habe es letztlich hinbekommen und mir von der Raterei nichts anmerken lassen. Selbst ist der Mann. Dann ging der Abend in das über, wozu er eigentlich (von meiner Seite) vorgesehen war: Dem Quatschen. Und da bekam ich von ihr im Zuge der Unterhaltung das schönste Kompliment, das man nur bekommen kann: "Im Gegensatz zu dir seh' ich eben voll jung aus!"
Danke.


Dafür halte ich mich eben die nächsten 20 Jahre. Püh!
 
© [d-pa] 2006-2013