Freitag, Juni 06, 2008

Albtraumszenario der Demokraten

Mein Klausurtext aus der Translation-Klausur...feige geklaut aus der FAZ

Auch die Anhänger kämpfen weiter für ihre Kandidaten

23. April 2008 Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl - was Amerika und die interessierte Welt seit Jahresbeginn erleben, wird sich noch bis in den Juni hinein fortsetzen. Und selbst dann wird nicht geklärt sein, wer der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei ist und in den Hauptkampf gegen den Republikaner McCain zieht. Denn Hillary Clinton wird nicht dem Drängen nachgeben und ihrem innerparteilichen Rivalen Obama das Feld überlassen, erst recht jetzt nicht, da sie die Vorwahl von Pennsylvania mit hinreichendem Vorsprung gewann - hinreichend, um dem Druck zur Aufgabe selbstbewusst widerstehen zu können.

Daran ist jetzt nicht (mehr) zu denken, selbst wenn Frau Clinton Obama bei den gewählten Delegierten nicht mehr einholen kann und ihre Strategie allein darauf ausrichten muss, die sogenannten Superdelegierten für sich einzunehmen. Allerdings wird auch Obama, an dem die bis zur Niedertracht gehende Härte der Auseinandersetzung der vergangenen Tage und Wochen nicht wie früher abperlte, die für die Nominierung erforderliche Delegiertenzahl nicht mehr erreichen können. Das ist wahlarithmetisch nicht mehr möglich.

Alles wie gehabt

Also wird, also muss auf dem Nominierungsparteitag Ende August entschieden werden. Das verspricht ein langer, brutaler Sommer zu werden: Die Protagonisten werden einander schwere Verwundungen zufügen und sich gegenseitig als gänzlich ungeeignet verunglimpfen, die Verantwortung für das Land zu übernehmen; und die Kluft zwischen den verschiedenen Milieus der Demokratischen Partei wird noch größer und tiefer werden, als sie es heute schon ist. Das ist ein Albtraumszenario.

Ein Geschenk für die Gegenseite

Die Bitterkeit dieses Vorwahlkampfes und seine Dauer sind kein gutes Omen für den Herbst - trotz der politischen Ermattung der Republikanischen Partei und der Enttäuschung über sie. In der Vergangenheit waren gnadenlos ausgefochtene Vorwahlen der Demokraten ein Geschenk - für die Gegenseite. Ob am Ende Obama oder Frau Clinton nominiert wird, die Aufgabe, den Schaden zu reparieren, die Verwundungen zu versorgen und die Parteiflügel miteinander zu versöhnen, ist immens groß.

In jedem Fall wäre der 71 Jahre alte John McCain, Irak-Kriegs-Befürworter und in wirtschaftlichen Dingen kaum bewandert, der große Profiteur. Man glaubt es kaum.

Kommentare:

  1. Woher kommt mir dieser Text bekannt vor. mhhh vielleicht von meiner NACHSCHREIBEKLAUSUR heute Morgen ??? Idiot, ich hatte mit einer solchen Faulheit wirklich nicht gerechnet und habe mir den Text also NICHT angeschaut, *tja selber dämlich :-(*.

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  2. Uiuiuiuiu - das ist aber sehr blöd!

    Kamst du damit *trotzdem* zurecht?
    Ich hatte den Eindruck, das zu tun...aber die Korrektur durch dir Iron Lady steht ja bei mir an.

    Aber falls es dir hilft: Ich hätte den Text in deiner Situation wohl auch nicht angeschaut *gg*
    So viel Faulheit hätte nichtmal ich vermutet.

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  3. Ging so, mir vielen die Worte für 'Vorsprung' und 'versöhnen' nicht ein. :-( Sonst gings mal abwarten!

    Bezüglich der Iron Lady, du armer!!!

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