Sonntag, Februar 06, 2011

Die Assis in Grün

Gestern war ich beim Bundesliga-Knaller in der Rhein-Neckar-Arena.


Ich bin mit der S5 dorthin gefahren, natürlich gab es dann auch Fans beider Mannschaften im Zug. Aber gottlob, die Polizei fuhr mit und hat sich eines Lauterer Fans liebevoll angenommen, der einen Hoffenheimer Fan ein wenig angepöbelt hatte.
Das Spiel war eigentlich ganz gut, nur war es sehr windig und folglich ziemlich kalt und unangenehm. Das ein oder andere Gesicht hat man im und ums Stadion herum gesehen, leider waren diese bis auf eine Ausnahme alle in blau-weiß gekleidet. Naja.
Als das Spiel vorbei war, ging es wieder in Richtung Heimat, auch wenn ich zwischendrin noch aussteigen musste um meine Sachen von der Arbeit zu holen. Aber ich musste nicht lange warten, zehn Minuten später kam schon der nächste Zug. Den habe ich dann auch genommen. Wie im guten Elternhaus gelernt, lässt man erst die anderen Fahrgäste aussteigen. 7 an der Zahl. Beim Einsteigen meinte dann aber ein mitfahrender Polizist, mir ans Bein pinkeln zu müssen: "Tut mir Leid, alles voll!" "Aber es sind doch gerade 7 Leute ausgestiegen und es steigen nur 2 Leute wieder ein?" "Ja. Alles voll!"
Mir egal, ich steige trotzdem ein. Der Zug fährt weiter, zur nächsten Station. Da ein kleines blödes Kind vor mir steht, muss ich die Tür öffnen damit ich die Leute aussteigen lassen kann. Also trete ich aus dem Abteil, stelle mich, wie der Polizist auch, neben die Tür und mache somit Platz. Wieder gut 30 Personen weniger. Beim Einsteigen aber hält mich der Polizist wieder zurück, diesmal mit seinem Schlagstock, den er mir vor den Körper hält: "Steigen Sie hinten ein, hier ist voll!" "Ich war doch eben auch hier drin und es sind gut 30 Leute ausgestiegen?" "Ja. Alles voll!"
Da ich gerade weder Schutzhelm, Schlagstock noch Protektoren dabei hatte, musste ich mich somit gezwungenermaßen der Staatsgewalt beugen und nach hinten gehen. Da war nun aber wirklich alles voll, doch ich habe mich gemäß der Anordnung der Polizei hineingezwängt und diese Anweisung den murrenden Fahrgästen weitergegeben. Die hatte ich sofort auf meiner Seite und der Volkeszorn entlud sich verbal auf die Stümper vom Dienst. Offenbar steckt wohl in allen von uns ein wenig Wutbürger.

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