Sonntag, Februar 11, 2007

Wo ist der Fehler?


Gerade läuft die Zeit der Anmeldung für die Anglistik-Seminare.
Irgendetwas stimmt auf dem Bild aber nicht...!
(click to enlarge)

Montag, Januar 22, 2007

Auswahlinterview

Hier noch kurz was zu meinem Auswahlinterview:

Lief im Großen und Ganzen so ab wie bei Anke, nur dass ich zusätzlich noch gefragt wurde, wie denn so das englische Schulsystem aufgebaut ist und welche Unterschiede es im politischen System gibt.
Wenn ich nicht mehr weiterwusste habe ich elegant einen Themenwechsel eingeleitet, indem ich irgendwie plötzlich immer mehr auf was ganz anderes zu sprechen kam.

So habe ich schnellstmöglich versucht auf den Irakkrieg zu kommen - darauf sind sie dann auch voll eingestiegen als ich es genannt hatte :)
Aufbauend darauf wollten sie dann noch wissen, warum es denn außenpolitische und militärische Unterschiede/Differenzen zwischen UK/USA und Europa (insbesondere Deutschland natürlich) gibt.


Was sie auch noch wissen wollten war der Aufbau von England. Wie welche Industrien verteilt sind und warum der Süden reicher ist als der Norden.

Ich muss dazusagen: Ich wusste auf einige Fragen keine 100% vollständige Antwort, habe dann aber ein wenig drum herum erzählt und bin dann möglichst auf was anderes eingestiegen, das ich "wichtig zu Erwähnen" fand.
Alles in Allem denke ich dass es wohl darum geht, dass sie dich reden hören möchten. Und wenn das einigermaßen klappt, dürfte es wohle keine Probleme geben (Ich sehe in totaler Ironie schon meine Ablehnung vor mir *lol* Das Selbstvertrauen ist wohl etwas angekratzt^^)

Ach ja: Abschlussfrage war: "Was machen Sie wenn jemand zu Ihnen kommt und Sie als Nazi beschimpft?"


Ich habe dann am Ende noch gefragt wann ich eine Entscheidung bekomme "Kann ich Ihnen nicht sagen - im April normalerweise. Aber wir sind hier ja eh nur Handlanger".

Fazit: Die machen nur ihren aufgezwungenen Job. Im Prinzip ist es den Lehrern aus dem Interview ziemlich egal wer letztendlich nach UK geht und wer nicht.

An alle die noch hin müssen:

Best of luck
:)

Chaos

Das Ende ist wieder offen
Existenz am Neuanfang
Einheitsbrei verfressen
die Kontrolle durchgegangen
Auf zu neuen Ufern
für's Abstimmen ist es zu spät
Und keiner weiß
wohin die Reise geht

Unterschiede verwaschen
Ideologien haben sich selbst überholt
Überfüllte Taschen stehen ausweglos im Soll


Wir schlagen wie wild mit den Flügeln
Daß uns der Absturz verschont
Können ohne Halt nicht leben
sind Regeln gewohnt
Können uns drehen
können uns winden
Es herrscht das Chaos

Sofern es sich noch nicht rumgesprochen hat - in VWL muss ich leider nochmal ran :(

Ich stehe leider auf ,5 und Frau von & zu ist dabei mathematisch leider richtig vorgegangen und hat dann aufgerundet.

Tja - das Leben ist ungerecht. Aber das wissen wir ja nicht erst seit heute.
Die einzige Möglichkeit wäre natürlich, wenn man mathematisch nachweist, dass dieses Vorgehen falsch ist und deswegen ja eine halbe Pizza auch so viel ist....
-> Ankiejunkie? *ganztraurigguck* :°(

Donnerstag, Januar 11, 2007

Aufmachen - GEZ!

So (oder so ähnlich) hat sich das heute bei mir abgespielt.
Besuch von der GEZ, der selbsternannten Anti-Terror-Kampftruppe, die über den Gesetzen steht. Und das alles im Namen der Rundfunkanstalten.

Grund des Besuchs: Man möchte Rundfunkgebühren abkassieren.
Zwar sind alle Geräte im Haushalt bereits über meine Eltern angemeldet, aber es könnte ja sein, dass auch in meinem Zimmer gebührenpflichtige Geräte stehen. Und damit möchte man gerne Kasse machen.

Der nette Herr, der am Vortag bereits andere Bewohner meines Ortes besucht hat (und dort hochkant rausgeflogen ist (man war also schon über den Besuch informiert)), klingelte gegen 10 Uhr und wollte -nachdem meine Eltern geöffnet hatten- gerne eine Umfrage zum Thema "Fernsehen und Radio" machen, wegen der "winterlichen" Kälte am Besten natürlich in der Wohnung.
Natürlich machen wir bei sowas "prinzipiell nicht mit", und der nette Herr outete sich urplötzlich als Geheimagent der GEZ - natürlich mit dem Recht, in die Wohnung zu dürfen.
Ihr Peilwagen hätte ein illegales Fernsehgerät geortet.
Zwischenzeitlich war ich dazugekommen und habe gefragt, ob ich mir den mal anschauen kann (ich bin ja sooo neugierig). Leider war er aber schon abgefahren zum nächsten Einsatz. So musste ich dem Mann erklären, dass sein nicht existierender Ortungswagen wohl defekt sein muss - schließlich ortet er Geräte, die gar nicht da sind.
Mr. GEZ wollte sich persönlich davon überzeugen, aber lebende Loser kommen bei mir nicht in die Wohnung, auch wenn es nichts zu verbergen gibt. Als er meine Einstellung erkannt hatte, wurden gleich mal mit riesigen Gerichtsprozessen gedroht und mit Bußgeldern von 1000 Euro.
Er erhielt jedoch die Antwort, dass es keine Geräte gibt und auch deswegen nicht auf die Bettelbriefe seines Arbeitgebers geantwortet wurde (Gerichtsentscheidung: "Es ist unzumutbar, ständig auf die Schreiben zu antworten, wenn sich an der Situation nichts geändert hat"). Irgendwelche Anklagen könne er gerne zustellen lassen, die Rechtsschutzversicherung übernehme das, wobei der Rechtsanwalt seine Rechnung dann sowieso bei der GEZ direkt einreichen wird. Und wegen Geringfügigkeit passiert da sowieso nichts auf richterlicher Ebene.
Ich war schon kurz davor den Herrn freundlich zu bitten, das Haus zu verlassen, als er dann etwas bedrückt selbst seinen Abgang eingeleitet hat. Treppe runter, Richtung Haustür.
Ich bin auch wieder in die Wohnung rein und habe darauf gewartet, dass die Haustür ins Schloss fällt - nur ... da kam nichts.
Die Wohnungstür war auch noch nicht zu, damit ich kontrollieren kann, ob die Pappnase auch wirklich rausgeht.
Stattdessen war er noch im Haus und hat gleich mal bei den Mitbewohnern im Haus geklingelt - wohl um die über mich auszufragen. Nicht nett sowas.
Ich mache mich dann also auf den Weg zur Haustür und auf einmal steht der Herr vor mir.

"Wollten Sie nicht gehen? Die Tür haben Sie ja schonmal gefunden."
"Ja, ich muss aber noch Ihre Mitbewohner prüfen."
"Wurden die auch vom Peilwagen geortet?"
"Darüber darf ich keine Auskunft geben."
"Soso...ich denke aber, Sie sollten da dann ein andermal wiederkommen"
Dann habe ich die Tür geöffnet.
"Auf Wiedersehen"


So - mal schauen wann ich wieder Besuch komme. schließlich bin ich in Augen der GEZ sicherlich nach wie vor noch Schwarzseher und Schwarzhörer.

Da die GEZ aber offensichtlich dringend auf Geld angewiesen ist, möchte ich natürlich nicht vorenthalten, dass es eine Aktion "Brot für die GEZ" gibt. Da sollte man fast mitmachen:

http://www.brotspende.de/


Da wir aber gerade bei der GEZ sind:
Bundesinnenminister Schäuble hat - kaum war die Böllerei an Neujahr zu Ende - bekannt gegeben, dass er das Grundgesetz dahingehend abändern möchte, dass der Abschuss von Zivilflugzeugen bei einer terroristischen Bedrohung ermöglicht wird. Das klingt erstmal vernünftig, jedoch kann der Begriff Terror gar nicht weit gefasst werden.
"Nächtlicher Fluglärm - Anwohner fühlen sich terrorisiert" ist da ab und an in Zeitungen als Überschrift zu lesen. Selbstversätndlich wird kaum jemand erwarten, das die Luftwaffe bei soetwas gleich für Ruhe sorgt. Eine Alternative wäre da eine vom Staat eingeführte Lösung durch private Initiative: Zimmerflak und MG aufgestellt und Ruhe ist.
Der Fall bzw. die Härte der terroristischen Bedrohung müsste dann natürlich von Otto Normalverbraucher eingeschätzt werden. Da kann es also schon einmal vorkommen, dass man sich auch von den Nachbarn terrorisiert fühlt. Oder, in Anknüpfung an das zuvor geschriebene, vom Rundfunkbeauftragten der GEZ.

Prost und Happy New Year!

Samstag, Dezember 30, 2006

Sonntag, Dezember 24, 2006

Weihnachtsansprache

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich wünsche Ihnen frohe und gesegnete Weihnachten.


Das Jahr 2006 neigt sich seinem Ende entgegen und macht Platz für ein neues Jahr 2007. Dieses Jahr geht, doch unsere Erinnerungen werden bleiben:
Es war ein gutes Jahr für Deutschland. Wie schon 2005 gesagt, stand uns wahrlich Großes bevor:

Zum Beispiel die Vogelgrippe. Massenpanik in Deutschland , nachdem sich die ersten Verdachtsfälle bestätigen. Hamsterkäufe von Tamiflu und ständig neue Horrorszenarien in den Medien.
Nun, wir bedanken uns für die schönen Wochen, die wir gemeinsam mit der Vogelgrippe verbringen durften. Doch mit Ende der Berichterstattung in den Medien ist die Vogelgrippe auch aus unseren Köpfen verschwunden. Also sollte man darüber auch kein weiteres Wort mehr verlieren.

Apropos "klappe halten": Ab 2007 werden wir dem Islam so positiv wie nie gegenüberstehen - auch wenn nur aus Angst davor, von Bombensplittern getroffen zu werden, falls man sich kritisch zu Wort meldet (Stichwort: Kofferbomber. Hinweise nimmt jede polizeiliche Dienststelle und auch Eduard Zimmermann persönlich entgegen).
Aber selbstverständlich respektieren wir die Anhänger anderer Glaubensrichtungen, selbst wenn dies nicht erwidert wird und distanzieren uns von Karikaturen und Theaterstücken, von für uns selbstverständlichen Freiheiten. Kleiner Tip: Momentan läuft "Popetown" auf MTV (natürlich frei von jeglichen religiösen Verbindungen zum Papst).

Ein weiteres Highlight waren die z.T. noch immer anhaltenden Ärztestreiks: Kein Geld für die Ärzte, kein Geld in den Kassen und Schwester Ulla torkelt von einem leeren Versprechen ins andere. Da bleibt etwas.
Die Kassenbeiträge werden erneut und trotz 10 Euro Praxisgebühr steigen und en vogue ist nun auch das Abkassieren von Studenten: 500 Euro pro Semester, 89 Euro Verwaltungsgebühr, 98 Euro Semesterticket + Ausgaben für Bücher etc., die man sich während des Semesters anschaffen muss. Macht unterm Strich mindestens 750 Euro. Prima! Da können die Länder ordentlich Geld einsparen und dieses dann für Wichtigeres ausgeben (neue Einrichtung im Landtag, mehr Begrünung in Städten, ....). Sie sehen - es geht wieder bergauf mit Deutschland: Die Schraube der Ausgaben schreibt sie immer weiter in die Höhe. Und wer wird dann nicht sagen wollen "Ich bin froh, in Deutschland leben zu dürfen"? Zugegeben - in andere Länder sind auch schön, aber so schön wie in unsrem Deutschland
lebt es sich nirgendwo. Unsere Bemühungen haben sich gelohnt. Und wer weiß, vielleicht sind demnächst auch wieder die Renten sicher! Aufgrund des medizinischen Fortschritts halte ich ein Renteneintrittsalter von 120 Jahren durchaus angemessen.

Viele haben zu der guten Entwicklung im Land beigetragen. Ich danke allen herzlich dafür. Der Aufschwung gibt uns Rückenwind. Nutzen wir die Chance, unser Land nachhaltig einzurichten auf die Herausforderungen der Zukunft.

Das Land zu repräsentieren bleibt meine wichtigste Aufgabe. So haben die Spiele der FIFA Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland aller Welt gezeigt, dass sie wahrlich "zu Gast bei Freunden" war und auch immer sein wird. Mein besonderer Dank gilt all jenen freiwilligen Helfern und natürlich dem Kaiser, der -man kann es nicht oft genug sagen- die WM höchstpersönlich nach Deutschland geholt hat.
Schade, dass es mit dem Weltmeistertitel nicht ganz geklappt hat, doch ich bin sicher, wir werden für alle Länder der Weltmeister der Herzen sein.
Die WM war nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern vielmehr auch ein Wettbewerb der alle Bereiche unseres Zusammenlebens betrifft: Welcher Nation gelingt es am besten, die schöpferischen Kräfte ihrer Menschen zu wecken? Wie offen ist eine Gesellschaft für Neues? Was bietet sie jungen Familien? In welchem Land gibt es die besten Schulen und Hochschulen? Wie gut gelingt das Miteinander von Einheimischen und Zuwanderern?

Das alles hängt auch von politischer Gestaltung ab. Deshalb geht es bei diesem Wettbewerb auch um die Qualität von Politik. Gute Politik- das heißt zunächst einmal Aufrichtigkeit bei der Einschätzung unserer Stärken und Schwächen. Das heißt Mut, sich Ziele zu setzen und sich daran auch messen zu lassen. Und das heißt Stetigkeit und Stimmigkeit im Handeln. Das alles dürfen wir erwarten.
Aber wir dürfen nicht erwarten, dass es immer ohne Streit abgeht. Fairer Streit um die Sache und das Ringen um vernünftige Kompromisse sind in der Demokratie unerlässlich.

Wir sollten versuchen denen zu helfen, die ein weniger gutes Leben führen können. Soziale Fürsorge ist die Basis eines jeden Staates - und zwar besonders dann, wenn es gilt, die immer größer werdende Unterschicht mitzuziehen und für neue Aufgaben zu begeistern. Hier muss noch ein Ruck durch Deutschland gehen, damit jeder gewaschen und rasiert einen Arbeitsplatz annehmen kann und für sein Unternehmen die bestmögliche Leistung bringt. Nur so kommt unser Land weiter voran. Und wie uns die Vergangenheit zeigt, können wir sehr stolz darauf sein, was wir gemeinsam erreicht haben.
Daran kann auch der Obolus von Herrn Ackermann nichts ändern. "Wer frei sein will muss zahlen" lautet die Devise. Mal schauen wohin uns das noch führt.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen, dass Sie Gelegenheit haben, über die Feiertage ein wenig auszuspannen und neue Kraft zu schöpfen. Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr!

 
© [d-pa] 2006-2013