Sonntag, Dezember 17, 2006

Von tiefer Leere

Von tiefer Leere erfüllt verbringe ich derzeit die Vorweihnachtszeit.
Uni ist vorbei, HD gestrichen und somit gibt es -abgesehen von den 3 zu schreibenden Hausaufgaben- keinerlei Arbeit für mich zu erledigen.

Ein tolles Gefühl, an das man sich tatsächlich gewöhnen kann!
Kein Stress, keine Arbeit (wird psychologisch geschickt einfach verdrängt und nach hinten verschoben), kein Bahn-fahren-müssen ("der sich vor uns befindliche Streckenabschnitt ist noch durch einen anderen Zug belegt"), kein um-den-Ehrenhof-herumlaufen-müssen, kein PS AS Byatt, kein EPG und auch kein Frühneuenglisch mehr.
Wobei...bei Frühneuenglisch und VWL kann ich mir ja noch nicht sicher sein - Klausuren sind noch in der Korrektur ;)

Aber immerhin kann man jetzt abschalten - und da das Semester jetzt schon rum ist, kann man jetzt noch ohne Hektik Weihnachtsgeschenke kaufen Das entschädigt dann für die Lernerei zum Ende des Monats.

Was mir allerdings schon mehrfach aufgefallen ist:
Es gibt keinen Unireport mehr! Wahrscheinlich durch Zensur/Informationssperre der Propaganda-Etage damit keinerlei Infos zur "Profilschärfung" nach außen treten.
Mal nächstes Semester schauen ob da mal wieder was kommt ... ich denke eher nicht ;)

Was meint ihr? Irgendwelche Verschwörungstheorien oder Abdankungsgedanken von unserem Wirtschafts-Messias? O.o

Donnerstag, Dezember 14, 2006

designed for Firefox

Habe gerade aus Versehen mal meine Seite über den Internet Explorer aufgerufen - und da sieht sie ganz anders aus als sie sollte.
Deshalb gilt ab sofort:


Mittwoch, Dezember 13, 2006

Dumme Menschen (4)

Heute qualifiziert: Hartmut Mehdorn, samt anhängendem Karnevalsverein.

Es ist mal wieder soweit - Zeit für die Auszeichnung im Monat Dezember. Leider hat es wieder Harmut Mehdron getroffen:

So wurden auf meiner Bummelbahnstrecke nicht nur 7 Züge gestrichen, sondern auch der Intervall zum Umsteigen von S-Bahn bis Bummelzug in HD-Hbf blieb unverändert - weswegen ich heute mal wieder den Zug um 1 Minute verpasst habe. Dank gestrichener Züge durfte ich dann nicht wie sonst üblich 40, sondern 60 Minuten warten - ist zwar auch nicht besser, aber immerhin!

Grund für die verspätete S2: Der sich vor uns befindliche Streckenabschnitt war noch durch einen anderen Zug belegt.
grrrrrrrrrrrrrr

Ich hatte ja schon eine Beschwerde-Email an die Bahn verschickt und zum Fahrplanwechsel darauf hingewiesen dass die Zeit zum Umsteigen einfach nicht reicht - aber nein, wird natürlich ignoriert. Und so habe ich zusammen mit rund 30 weiteren Leuten den Zug verpasst.

Aber natürlich lasse ich mich da nicht unterkriegen und schreibe prompt wieder hin. Dann kann ich mich auch gleich noch beschweren dass der Fahrplan erst heute verfügbar war - mit Gültigkeit ab Ende letzter Woche.
grrr

Montag, Dezember 04, 2006

töff töff

"Die Bahn kommt" - so schallt es aus dem Kundenmagazin des RNV.
Und zwar feiert gerade die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar 3 Jahre S-Bahn.
Das sind Jahre der Freude und der Heiterkeit, der Kontaktpflege zu sozialen Randgruppen und Jahre der Erkenntnis darüber, wie toll unsere Bahn denn ist.
Schließlich sind 97% aller S-Bahn-Züge pünktlich auf die Nanosekunde.


Und jetzt zur Realität:

Die sieht nämlich anders aus. Der Kontakt zu den Randgruppen ist zwar noch zutreffend, aber der Rest erstunken und erlogen.
Weder feiern und freuen wir uns, noch finden wir die S-Bahn toll. Und dass wir in 99% der Fälle immer in den unpünktlichen 3% der Züge sitzen ist wohl kein Zufall mehr und eher darauf zurückzurechnen dass man bei der Bahn so gut ist, dass man sich sogar schon über den 100% orientiert (Gehaltssteigerungen inklusive, dazu später mehr).
Zuerst aber zu den sozialen Randgruppen:
Diese sind meist direkt mit einem Migrationshintergrund verknüpft, sprechen die der Jugend recht unbekannte "Jugendsprache" ("ey alder, pass auf was du sagst!") und sind in Ausnahmefällen annähernd in die hiesige Gesellschaft integriert (Stichwort "Deutsche Aische").
Kennzeichen dieser Gruppe: Ein Mobiltelefon neuester Bauart, mit integrierter Kamera, mp3-Player und womöglich auch LAN-Anschluss für die Kumpels.
Da es viele tolle Lieder gibt und diese natürlich auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, werden eben diese Dateien gerne mal in nach Möglichkeit voller Lautstärke während des Bahnbetriebs abgespielt.
Jeder "darf" zuhören und sich daran erfreuen.
Kritik ist aus religiösen Gründen verboten, schließlich hat man sein eigenes Leben irgendwie ins Herz geschlossen.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Pünktlichkeit.
Diese ist nämlich -wie bereits gesagt- in 99% der Fälle nicht gegeben.
Schließlich ist gerne mal der "sich vor uns befindliche Streckenabschnitt noch durch einen anderen Zug belegt", oder aber "wegen der Überholung durch einen anderen Zug" die Weiterhfahrt um wenige Minuten verzögert.
Die Bitte um "Verständnis" entschädigt da natürlich für das leichte Ärgernis, auch wenn die S-Bahn im Hbf MA 20 Minuten Verspätung auflädt wegen Problemen bei der Ankupplung und man dann natürlich 2 Zeuge deswegen verpasst und somit eine Stunde in HD auf den nächsten Zug warten kann.
Natürlich gibt es zu Ankopplung auch Alternativen (man muss dem Fahrgast ja auch Abwechslung bieten): Personenschaden, spielende Kinder, Aufnahme anderer Fahrgäste, Verspätung eines anderen Zuges, interne Betriebsstörung ... blablabla.

Fakt ist: 97% pünktliche Züge sind so utopisch wie eine Demokratie in Russland und wohl "etwas" nach oben korrigiert durch Nichtberücksichtigung irgendwelcher Züge die chronisch zu spät kommen (60% der gesamten Züge?). Wünschen wir aber ob dieser grandiosen Statistiken und immer höheren Gewinnzahlen der Bahn alles Gute beim geplanten Börsengang.
Bis dahin bleibt eines gewiss: Die pünktliche Gehaltserhöhung des Herrn Mehdorn.

StudiVz down und im Hagel der Kritik

*ich will nicht dumm sterben*

Samstag, Dezember 02, 2006

Studenten schröpfen - zum Wohle der Gesellschaft

"Student" - das Unwort der Herzen 2006.

Sich bilden ist teuer - was bislang schon galt wird durch die zwanghaft durchgesetzte Zahlung von Studiengebühren nochmals verstärkt. Und das bei der Bevölkerungsgruppe, die sich quasi noch in Ausbildung befindet und kein Einkommen hat.
Von Beruf Kind zu sein ist auch nicht jedem in die Wiege gelegt, und so bleibt als einziger Ausweg die Prostitution für den Kapitalismus - im Rahmen irgendwelcher Studenten- oder Aushilfsjobs.
So werden fortan nicht nur 500 Euro fällig, sondern auch noch 89 Euro "Sozialbeitrag" und bislang 98 Euro für das Semesterticket.
Wie gesagt - bislang.
Denn ab WS 07/08 wird das Semesterticket leider wieder teurer.

Die Preise für Fahrten mit den Bussen und Bahnen im VRN werden ab dem 1.1.07 um durchschnittlich 5,4% erhöht. Notwendig ist diese Traifanpassung wegen weiter anhaltender Zuschusskürzungen der öffentlichen Hand im Bereich des ÖPNV sowie steigender Kosten insbesondere im Energiebereich und den Kapitalkosten für Neuinvestitionen.

Das Ganze spiegelt sich dann in einer Erhöhung um 12 Euro auf 110 Euro wider - und zwar für überfüllte Bahnen und Busse, willkürliche Fahrplanauslegung (vor allem in Heidelberg) und ausgedünnte Fahrpläne.
Von den von der öffentlichen Hand eingesparten Geldern im Bereich ÖPNV und Hochschullehre können dann endlich neue Projekte verwirklicht werden.
Wie wärs mit 5 Meter breiten Fahrradwegen oder Grünflächen in Straßen-Schlaglöchern?

Natürlich könnte man diese ganzen Verteuerungen als kritisch ansehen. Aber es ist schließlich zum Wohle der Gesellschaft...und wer will sich dem entziehen?
 
© [d-pa] 2006-2013